Ablauf der Trauergruppe

So läuft ein Abend im TrauerRaum Spittal ab.

Vielleicht hilft es dir zu wissen, was dich erwartet, bevor du das erste Mal zur Trauergruppe kommst.

Ein Abend dauert eineinhalb bis zwei Stunden. Der Ablauf ist bei jedem Treffen gleich, die Themen und Gespräche wechseln.

Eine einzelne brennende Kerze im dunklen Raum
Foto: Sixteen Miles Out / Unsplash

„Meine Trauer ist blau

für die Einsamkeit, die Leere

und alle ungestillten Sehnsüchte.“

Andrea Böttler, „Farben der Trauer“

Was uns besonders wichtig ist: Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Absolute Verschwiegenheit ist die Grundlage dafür, dass sich hier alle sicher fühlen können.


Ankommen und Verschwiegenheit

Wir beginnen mit einer kurzen Begrüßung und erinnern alle an die Verschwiegenheit. Und noch etwas sagen wir gleich zu Beginn: Du bist eingeladen, über deine Situation zu sprechen, aber niemand muss. Zuhören ist genauso wertvoll wie Erzählen.

Eine Kerze für den Menschen, um den du trauerst

Dann zündet jede Person eine Kerze für den Menschen an, um den sie trauert. Wer mag, erzählt dazu, um wen es geht, was geschehen ist und wie es ihr oder ihm gerade geht. Wer es lieber für sich behalten möchte, zündet die Kerze still an.

Eine Geschichte für einen Moment Abstand vom Alltag

Danach geben die Trauerbegleiterinnen einen Impuls: Sie erzählen eine Geschichte, die alle für einen Moment aus dem Alltag holt. Aus dieser Geschichte ergibt sich das Thema, über das wir uns als Gruppe austauschen.

Erfahrungen und Geschichten teilen

An manchen Abenden füllen die Erfahrungen und Geschichten der Trauernden den Raum. An anderen Abenden geben die Begleiterinnen mehr Halt. Manchmal wird geweint, manchmal gelacht, manchmal geschwiegen. Alles hat seinen Platz.

Der Abschluss: wenn die Kerzen erloschen sind

Die Kerzen brennen etwa eineinhalb Stunden. Wenn sie erloschen sind, wissen alle: Die gemeinsame Zeit ist für heute vorbei. Zum Abschied geben die Begleiterinnen einen Leitgedanken mit auf den Weg, der bis zum nächsten Treffen eine Stütze sein darf. Die Geschichte und den Leitgedanken bekommen alle ausgedruckt mit nach Hause.


Begleitung

Immer zwei Begleiterinnen für dich da

Bei jedem Treffen sind mindestens zwei Trauerbegleiterinnen da. So kann sich eine von uns um jemanden kümmern, dem es gerade besonders schwer geht. Die andere bleibt bei der Gruppe und begleitet den Austausch.